Olivenöl als Medizin

Olivenöl als Medizin

…. nein – wir haben leider keinen natürlichen Impfstoff gegen das “Coronavirus“ gefunden.

Doch die Wahl und Platzierung dieses Themas ist ein und gleichzeitig kein Zufall in einem. Wir haben vor wenigen Monaten erst die Entscheidung getroffen das Format Journoel umzusetzen und es mit dem Ende des ersten Vierteljahres zu veröffentlichen. Seit jeher konnten wir täglich zuschauen wie wir uns durch die Verbreitung des Sars-CoV-2/ COVID 19 Stück für Stück von den Möglichkeiten unseres alltäglichen Lebens verabschieden durften.

 

Wenn es sich zu diesem Zeitpunkt bereits erlaubt diesen neuen Lebensumständen etwas Positives abzugewinnen, dann wäre es unserer Meinung nach die öffentliche Diskussion und das Bewusstsein rund um das Thema Gesundheit. Die Gesundheit von uns allen. Oder auch die Gefährdung eben dieser. Dieses Thema ist ein besonders vielschichtiges und multifaktorielles. Der Faktor Ernährung als elementarer Beitrag zur Gesundheit eines jeden liegt uns sehr nahe und erlaubt es uns in die Tiefe zu gehen.

 

Ein hochqualitatives Olivenöl, als eines von vielen Grundnahrungsmitteln, ist grundsätzlich reich an Inhaltsstoffen wie Antioxidantien, Polyphenolen, Vitamin E und Omegafettsäuren. Doch was genau können diese Inhaltsstoffe bewirken und bewahrheiten sie den Ruf des Olivenöls ein “Allheilmittel” zu sein?

 

Antioxidantien wie die Oleinsäure senken ( wie auf unser Website ausführlich beschrieben https://oel-berlin.de/v2/de/warum/ ) das LDL Cholesterin und beeinflussen so zu unseren Gunsten das sehr sensible Verhältnis von LDL-Cholesterin, dem sogenannten schlechten Cholesterin und HDL-Cholesterin, dem sogenannten guten Cholesterin. Das Verhältnis der beiden Cholesterine im Spiegel eines Menschen wird durch die Aufnahme von gessättigten, meist tierischen Fettsäuren ( LDL ) und den ungesättigten, meist pflanzlichen Fettsäuren ( HDL ) maßgeblich geprägt. Die Oleinsäure wirkt somit unmittelbar Herzinfarkten und Bluthochdruck entgegen und stützt den gesamten Kreislauf.

 

Das Antioxidans Oleuropein spielt der Oleinsäure noch zusätzlich in die Karten, indem es die Arterien erweitert, einer entsprechenden Verkalkung dieser vorbeugt und somit z.B. Schlaganfälle verhindern kann. Die Hauptwirkung des Oleuropeins ist jedoch das frühe Unterbinden der Entstehung von krebserregenden freien Radikalen. So robust diese Antioxidantien nun auch scheinen, muss man dazu sagen, dass sie beim Kochen leider verloren gehen. Aber gute Nachrichten für Pommes-Liebhaber: beim Frittieren bleiben sie erhalten. Doch bevor Sie nun den gesamten Vorratsschrank frittieren, empfehlen wir Ihnen einfach einen regelmäßigen puren Olivenöl-Verzehr.

 

Die Polyphenole Oleocanthal und Hydroxytyrosol ( Achtung Stolpergefahr ) spielen in der inhaltsstofflichen Wirksamkeit eine besonders wichtige Rolle. So haben jüngere Untersuchungen dem, im Olivenöl enthaltenen, Oleocanthal nachweisen können, dass es auf die selbe Art wirkt wie Ibuprofen und Aspirin. Es hemmt das Enzym Cyclooxygenase und damit Entzündungen.

Im Forschungsbereich der Onkologie wurde zudem festgestellt, dass das Oleocanthal die Lysosomen-Membran angreift und nachhaltig destabilisiert. Was nun nach einer weniger positiven Nachricht klingen mag, ist eigentlich ein Grund zum Anstoßen. Krebszellen weisen nämlich im Gegensatz zu gesunden Zellen eine empfindlichere und angreifbarere Lysosomen-Membran auf. Folglich lässt sich sagen, dass das Oleocanthal ein wirksamer und gezielter Mechanismus gegen Krebszellen ist.

 

Um das Oleocanthal nun endgültig auf den Thron zu setzen, welcher ihm gebührt, fehlt noch die bereits 12 Jahre alte wissenschaftliche Erkenntnis, dass es aufgrund seiner Struktur in der Lage ist die für Nervenzellen giftigen amyloid-β-Oligomere so zu verändern, dass Nervenzellen vor den Folgen der Alzheimer-Krankheit präventiv geschützt werden.

 

Das Hydroxytyrosol, für seinen Teil, ist aufgrund der Vielzahl der Prozesse, in denen es eine antioxidative Wirkung ausübt das am meisten untersuchteste aller Polyphenole. Im Ursprung sind Polyphenole pflanzliche Abwehrwirkstoffe. Die Polyphenole der Olive wirken jedoch im menschlichen Organismus auf nahezu die selbe Art und Weise. Das bedeutet, dass sie antibakteriell, -viral, -mykotisch ( gegen Pilze ) und antiparasitär, sowie entzündungshemmend und immunstärkend wirken.

 

Hydroxytyrosol verbessert zusätzlich den Blutfluss, arbeitet damit Thrombosen entgegen und schützt die Neutronen im Gehirn. Somit verantwortet es eine höhere Reaktivität der Gehirnzellen.

Nach dieser Aufzählung von, beinahe unglaublichen, Eigenschaften das Level zu halten ist schwierig bis unmöglich. Also probieren wir es an dieser Stelle gar nicht erst, sondern gehen der Vollständigkeit halber noch knapp auf die Fettsäuren und das Vitamin E ein. Denn während die Omega-3- und 9-Fettsäuren das Herz-Kreislaufsystem unterstützen und austarierend auf den Cholesterinspiegel wirken, schützt das Vitamin-E ( Tocopherole und Tocotrienole ) das Olivenöl selbst und damit auch alle vorangegangenen Inhaltsstoffe. Ein hoher Vitamin-E-Gehalt ist somit entscheidend um Aussagen über die Qualität eines Olivenöls und dessen Wirkung treffen zu können.

 

Fazit:

 

Wir können also mit dem bewussten Kauf eines hochqualitativen Olivenöls einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zu unserer Gesundheit beitragen. Und das lässt sich auf sehr viele Produkte des täglichen Bedarfs beziehen. Wir hoffen Sie mit der inhaltsstofflichen Faktenlage nicht erschöpft zu haben und lüften den Vorhang ein wenig, indem wir sagen dass die nachfolgenden Inhalte leichter aufzunehmen sind.

 

Für weiter- und tiefergehende Recherchebedürfnisse haben wir sowohl die Begriffe des Beitrags aufgelistet, als auch unsere Quellen angeführt.

 

 

 

 

Begriffskärung:

 

Antioxidantien – Sammelbegriff für entzündungshemmende Inhaltsstoffe eines Öl’s

Polyphenole – Sammelbegriff für phenolische Verbindungen, also sekundäre pflanzliche Verbindungen = Abwehrwirkstoffe der Pflanze

Oleinsäure – ein Antioxidans

Oleuropein – ein weiteres Antioxidans, “arbeitet” mit der Oleinsäure zusammen

Hydroxytyrosol – eine phenolische Verbindung

Oleocanthal – eine weitere phenolische Verbindung

Vitamin E – im Olivenöl enthaltenes Vitamin

Omega-3- und 9-Fettsäuren – im Olivenöl enthalten Fettsäureketten

 

 

Quellen:

 

  1. https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/23723556.2015.1006077
  2. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/acn3.431
  3. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0041008X09002968
  4. https://www.zentrum-der-gesundheit.de/olivenoel-gegen-alzheimer-ia.html
  5. https://www.zentrum-der-gesundheit.de/olivenblattextrakt-ia.html
  6. https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/was-olivenoel-noch-so-alles-kann/
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5986450/
  8. https://de.wikipedia.org/wiki/Hydroxytyrosol
  9. https://de.wikipedia.org/wiki/Oxidativer_Stress
  10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27580701?dopt=Abstract
  11. https://www.oelea.de/downloads/HCVO_Verordnung_Nr_432_2012.pdf
  12. Amadeus Großmutter

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