Warum

… stellen wir OEL her

OEL-Berlin ist der Versuch einer Neuauflage der traditionellen griechischen Landwirtschaft und einem ihrer wichtigsten Produkte.

Die Idee zum OEL auf einen einzelnen Grund, eine einzelne Motivation oder einzelne Situation zurückzuführen ist nahezu unmöglich. Die Idee zum OEL ist vielmehr aus einem Pool von Motivationen heraus entstanden und von uns verwirklicht worden. Ein Pool bestehend aus dem Vorhaben das durch Vermischungen, Streckungen und Erhitzungen in Verruf geratene Olivenöl wieder auf das Podest zu stellen das ihm gebührt, bestehend aus der Absicht auf den spürbar länger und stärker werdenden Zug des Ernährungsbewusstseins mit einem dafür immens wichtigen Produkt aufzuspringen, der Absicht einer Jahrtausende alten Tradition zu folgen und sich der Herstellung eines der ältesten landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Menschheit zu widmen und zu behaupten und nicht zuletzt der Absicht der Agrarpolitik der EU eine eigene Philosophie entgegenzusetzen.

Geschichte des Olivenöls

Die Verwurzelung des Olivenbaumes und des Olivenöls, auch übersetzt „grünes Gold des Mittelmeeres“, reicht bis weit in die Antike und entspringt einem vielerorts gemeinsam geglaubtem Mythos. Dem Mythos des Wettstreites zwischen Athene, der Göttin der Weisheit und Poseidon, dem Gott des Meeres um die Ehre der Schutzgottheit und des Namenspatrons des heutigen Athens, der größten, modernsten und einflussreichsten Stadt der damaligen Zeit.

Nun ist mit der letzteren Ehre schon fast vorgegriffen wer das ‚Rennen‘ gemacht hat, doch es ist einfach zu bildmalerisch um es an dieser Stelle nicht auszuführen: Die Regeln des Wettbewerbs waren denkbar einfach – da gar nicht erst festgelegt. Einzig und allein der Verstand und die Weitsicht waren gefragt. Wer den Bewohnern der Stadt das sinnvollere und nachhaltigere Geschenk machte sollte von Zeus, dem Göttervater und alleinigem Mitglied der Jury, zum Sieger des Wettbewerbs gekürt werden. Während Poseidon seinen Dreizack in einen Fels fahren ließ, um eine Wasserquelle anzustechen, jedoch nur Salzwasser sprudeln ließ, pflanzte Athene den ersten Olivenbaum. Sie sorgte damit für einen Baum der stets ausreichend Nahrung und Holz gab und immer noch gibt und gewann klar durch K.O. in der ersten Runde.

Dem dort geborenen Mythos folgend, üben sich die Griechen seit jeher in strenger Huldigung der Bedeutung der Olive als heiliges Geschenk Gottes. So wurden Könige ausschließlich mit Olivenöl gesalbt, Athleten vor den Olympischen Spielen auf Olivenöldiäten gesetzt um den Körper von innen und außen zu reinigen und zu stärken, die Sieger der Olympischen Spiele wiederum mit einem Kranz aus Olivenzweigen auf dem Haupt geehrt und die Friedenstaube mit einem Olivenzweig im Mund abgebildet, was das gängige Bild der Olive als Friedenssymbol maßgeblich prägte.

Olivenöl in der Ernährung

Das aus der Esskultur der Griechen nicht wegzudenkende Olivenöl hat seinen Stellenwert, abgesehen von den wertvollen Inhaltsstoffen, vor allem durch seine permanente Verfügbarkeit errungen. Seit jeher wurde sich in Griechenland zu Krisenzeiten auf das besonnen was man ausreichend zur Verfügung hatte. In diesem Fall bedeutete das Fisch, Oliven und Olivenöl. Aus dieser pragmatischen Notwendigkeit wurde eine kulinarische Tradition, die laut Vergleichsstudien in einem jährlichen pro Kopf Verbrauch von 20 l in Griechenland gipfelt ( Vergleich: 0,5 l in Deutschland).

Ein 100% sortenreines Natives Olivenöl extra besteht neben scharfen und bitteren Aromastoffen, sogenannten phenolischen Verbindungen oder auch Antioxidantien, auch aus natürlichem Vitamin E und vor allem aus bis zu 85% einfach ungesättigten Fettsäuren. Trotz ihres immensen Konsums von Olivenöl und damit Fetten, gelten die Griechen wie auch andere Bewohner des Mittelmeerraumes im europäischen Vergleich als überdurchschnittlich gesund. So zeigen statistische Erhebungen, dass Bewohner des Mittelmeerraumes z.B. geringere Cholesterinwerte und Risikowerte für Bluthochdruck und Herzerkrankungen aufweisen.

Zu erklären ist dieses scheinbare Paradoxon mit dem Verhältnis von LDL-Cholesterin, dem „schlechten“ Cholesterin, und HDL-Cholesterin, dem „guten“ Cholesterin, im Cholesterinspiegel. Das Verhältnis der beiden Cholesterine im Spiegel wird durch die Aufnahme von gesättigten, meist tierischen Fettsäuren und den ungesättigten, meist pflanzlichen Fettsäuren maßgeblich beeinflusst. So wirkt das Olivenöl mit seinem Gehalt von bis zu 85% einfachen ungesättigten Fettsäuren bei der Aufnahme dem LDL-Cholesterin entgegen und minimiert die besagten Erkrankungsrisiken. Proportional steigen die Werte natürlich mit dem Steigern der Aufnahmeregelmäßigkeit.

Auswirkungen von Olivenöl auf die Gesundheit

Die gesättigten, meist tierischen Fettsäuren werden über die Wirkung im Zusammenspiel des Cholesterinspiegels hinaus, von der Wissenschaft in einen direkten Zusammenhang mit Krankheitsbildern wie Darm-, Prostata- und Brustkrebs gestellt. Der steigende Verbrauch von gesättigten, meist tierischen Fettsäuren lässt auch das Erkrankungs- und Sterblichkeitsrisiko in den besagten Bildern steigen. Das Olivenöl mit seinem Reichtum an ungesättigten, meist pflanzlichen Fettsäuren übt dagegen besonders in der Magen-Darm-Region einen Schutzeffekt aus.

Die im Olivenöl reichlich enthaltenen scharfen und bitteren Aromastoffe, die phenolischen Verbindungen oder auch Antioxidantien, verhindern im Körper schädliche Oxidationsprozesse und haben eine besondere Leber- und Gallenschutzwirkung.
Das ebenfalls enthaltene natürliche Vitamin E, welches hauptsächlich die Zellen und das Gewebe vor der Zerstörung durch sogenannte freie Radikale schützt, fördert darüber hinaus den Fettstoffwechsel und die Verdauung und beugt Erkrankungen wie der Arteriosklerose und Herzinfarkten vor. Des Weiteren wird es in der Hautpflege als Antioxidans eingesetzt. In Kombination mit dem ausschließlich in Olivenöl enthaltenem Oleuropein stimuliert es stark die Zellerneuerung.

Die inhaltstoffliche Zusammensetzung des Olivenöls haben wir uns im Bereich der Körperpflege ebenfalls zunutze gemacht und eine eigene Seife produziert. Das Olivenöl in Seifenform reinigt die Haut gründlich und provoziert mit der Stimulierung die Zellerneuerung und den Aufbau des natürlichen Fettmantels der Haut.

Olivenöl: Gesundheit aus dem Kanister.

Ein hochqualitatives Olivenöl ist immer ein Garant für einen unvergleichlichen Reichtum an Inhaltsstoffen. Und eben diese können mitunter gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit eines Menschen haben. Zu diesen Inhaltsstoffen zählen:

  • Antioxidantien - entzündungshemmende Stoffe der Öle, z.B. die Oleinsäure oder das Oleuropein
  • Phenole - sekundäre Pflanzenverbindungen die nicht nur die Abwehrkräfte eines Olivenbaums stärken, sondern auch die des Menschen, z.B. das Hydroxytyrosol und das Oleocanthal
  • Polyphenole - Sammelbegriff für die verschiedenen sekundären Pflanzenverbindungen, die die Themen Olivenöl und Gesundheit maßgeblich miteinander verknüpfen
  • Phytosterole / auch Phytosterine genannt - sind in der Olive, wie auch in jeder anderen Pflanze, enthaltene Stoffe die auf das Gleichgewicht des Cholesterinspiegels eines Menschen wirken, wie z.B. das β-Sitosterin
  • Fettsäuren - wie die Omega-3- und 9-Fettsäuren ( sog. “Ölsäure” ), sind enthaltene Fette ( Fettsäureketten ) der Öle die u.a. das Herz-Kreislaufsystem unterstützen
  • und Vitamine - wie z.B. die Vitamine A und E

Doch wie genau arbeiten diese Inhaltsstoffe zusammen, was genau können sie bewirken und erklären sie die Korrelation zwischen Ernährung, Olivenöl, Gesundheit und hoher Lebenserwartung und bewahrheiten sie somit den Ruf des Olivenöls ein “Allheilmittel” zu sein?

Eine nachhaltige Gesundheit durch Olivenöl?

Hochwertige Öle enthalten Antioxidantien wie die Oleinsäure. Sie senkt das LDL Cholesterin und beeinflusst so zu unseren Gunsten das sehr sensible Verhältnis von LDL-Cholesterin, dem sogenannten schlechten Cholesterin und HDL-Cholesterin, dem sogenannten guten Cholesterin. Das Verhältnis der beiden Cholesterine im Spiegel eines Menschen wird durch die Aufnahme von gesättigten, meist tierischen, Fettsäuren ( LDL ) und den ungesättigten, meist pflanzlichen, Fettsäuren ( HDL ) maßgeblich geprägt. Die Oleinsäuren wirken unmittelbar dem Risiko von Herzinfarkten und Bluthochdruck entgegen und stützen den gesamten Kreislauf. Die Gleichung für Cholesterin-Geplagte lautet also: weniger Fleisch -> mehr Olivenöl -> Gesundheit.

Das Antioxidans Oleuropein spielt der Oleinsäure noch zusätzlich in die Karten, indem es die Arterien erweitert, einer entsprechenden Verkalkung dieser vorbeugt und somit z.B. Schlaganfälle verhindern kann. Die Hauptwirkung des Oleuropeins ist jedoch das frühe Unterbinden der Entstehung von, krebserregenden, freien Radikalen. So robust diese Antioxidantien nun auch scheinen, muss man dazu sagen, dass sie beim Kochen leider verloren gehen. Aber gute Nachrichten für Pommes-Liebhaber: beim Frittieren bleiben sie erhalten. Doch bevor man nun die gesamte Küche frittiert, empfehlen wir einfach einen regelmäßigen puren Öl-Verzehr.

Das Oleocanthal

Die Polyphenole Oleocanthal und Hydroxytyrosol (Achtung Stolpergefahr) spielen in diesem inhaltsstofflichen Wirken eine besonders wichtige Rolle. Sie beweisen vorzeitig die Verkettung von Olivenöl und Gesundheit. So haben jüngere Untersuchungen dem, im Olivenöl enthaltenen, Oleocanthal nachweisen können, dass es auf die selbe Art wirkt wie Ibuprofen und Aspirin. Es hemmt das Enzym Cyclooxygenase und damit Entzündungen.

In Studien im Forschungsbereich der Onkologie wurde zudem veröffentlicht, dass das Oleocanthal die Lysosomen-Membran angreift und nachhaltig destabilisiert. Was nun nach einer weniger positiven Nachricht klingen mag, ist eigentlich ein Grund zum Anstoßen. Krebszellen weisen nämlich im Gegensatz zu gesunden Zellen eine empfindlichere und angreifbarere Lysosomen-Membran auf. Folglich lässt sich sagen, dass das konzentrierte Oleocanthal ein wirksamer und gezielter Mechanismus gegen Krebszellen ist.

Um das Oleocanthal nun endgültig auf den Thron zu setzen, welcher ihm gebührt und damit die Behauptung “Olivenöl führt zu Gesundheit” zu belegen, fehlt noch die bereits 12 Jahre alte wissenschaftliche Erkenntnis, dass es aufgrund seiner Struktur in der Lage ist, amyloid-β-Oligomere zu verändern. Diese Oligomere sind giftig für die Nervenzellen. Oleocanthal kann also Nervenzellen bspw. vor den Folgen der Alzheimer-Krankheit schützen.

Das Hydroxytyrosol

Das Hydroxytyrosol ist aufgrund der Vielzahl der Prozesse, in denen es eine antioxidative Wirkung ausübt, das am meisten untersuchte Phenol aller Polyphenole. Im Ursprung sind Polyphenole pflanzliche Abwehrwirkstoffe. Die Polyphenole der Oliven wirken jedoch im menschlichen Organismus auf nahezu die selbe Art und Weise. Ergo: fördern die Inhaltsstoffe des Olivenöls die Gesundheit des Menschen und der Pflanze selbst. Die Polyphenole wirken zusammenfassend antibakteriell, -viral, -mykotisch ( gegen Pilze ) und antiparasitär, sowie entzündungshemmend und immunstärkend. Hydroxytyrosol verbessert zusätzlich den Blutfluss, arbeitet damit Thrombosen entgegen und schützt die Neutronen im Gehirn. Somit verantwortet es eine höhere Reaktivität der Gehirnzellen. Also fördert Olivenöl auch psychische Gesundheit.

Nach dieser Aufzählung von, beinahe unglaublichen, Eigenschaften das Level zu halten ist schwierig bis unmöglich. Also probieren wir es an dieser Stelle gar nicht erst, sondern gehen der Vollständigkeit halber noch knapp auf die enthaltenen Fettsäuren und das Vitamin E ein, welche Olivenöl und Gesundheit in Verbindung bringen. Denn während die Omega-3- und 9-Fettsäuren, die allgemein als Ölsäure bekannt sind, das Herz-Kreislaufsystem schützen und austarierend auf den Cholesterinspiegel wirken, schützt das Vitamin-E (Tocopherole und Tocotrienole) das Olivenöl selbst und damit auch alle vorangegangenen Inhaltsstoffe. Ein hoher Vitamin-E-Gehalt und das Vorhandensein von Omega-9-Fettsäuren, der sog. “Ölsäure”, ist somit entscheidend um Aussagen über die Qualität eines Öls und dessen Aussicht auf Wirkung treffen zu können.

Das Stärken der Gesundheit durch mehr Olivenöl

Das aus der Esskultur und damit der gängigen Ernährung der Griechen nicht wegzudenkende Olivenöl hat seinen Stellenwert , abgesehen von den nun ausführlich beschriebenen Inhaltsstoffen und der Kausalität von Olivenöl und Gesundheit, vor allem durch seine permanente Verfügbarkeit errungen. Seit jeher wurde sich in Griechenland zu Krisenzeiten auf das besonnen was man ausreichend zur Verfügung hatte. Und das waren zufälligerweise gesunde Dinge wie Fisch, Oliven und Olivenöl. Aus dieser pragmatischen Notwendigkeit wurde eine kulinarische Tradition, die laut aktueller Vergleichsstudien in einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 20l im Jahr gipfelt. Zum Vergleich: in Deutschland beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch verhaltene 0,5l im Jahr.

Und genau an dieser Stelle sind die, im Öl bis zu 85% enthaltenen, ungesättigten Fettsäuren zu unterstreichen. Denn trotz ihres immensen Konsums von Oliven und Olivenöl und damit Fetten, gelten die Griechen wie auch andere Bewohner des Mittelmeerraumes im europäischen Vergleich als überdurchschnittlich gesund. Für Diabetiker und Menschen mit Übergewicht könnte also noch mehr als für Andere gelten: Olivenöl sorgt für Gesundheit. So zeigen statistische Erhebungen in Studien, dass die mediterrane und damit öl-lastige Ernährung geringere Cholesterinwerte bedingt und das Risiko für Bluthochdruck und Herzerkrankungen senkt. Und das sogar im Falle von Übergewicht und damit zusammenhängenden Erkrankungen wie Diabetes. Die häufige Verwendung von Olivenöl in der Küche von Diabetikern unterstützt den Stoffwechsel, mindert das Übergewicht und bildet somit eine optimale Ernährungsgrundlage.

Fett ist nicht gleich Fett. Die Schlüsselrolle der ungesättigten Fettsäuren.

Doch wie genau passen der hohe Verzehr von Fetten und der deutliche bessere Gesundheitszustand der Griechen zusammen? Die Erklärung ist wieder einmal Olivenöl fördert die Gesundheit. Alles hängt mit dem eingehend beschriebenen Verhältnis von LDL-Cholesterin, dem “schlechten” Cholesterin, und HDL-Cholesterin, dem “guten” Cholesterin, im Cholesterinspiegel zusammen. Das Verhältnis der beiden Cholesterine im Spiegel wird durch die Aufnahme von gesättigten Fettsäuren und den ungesättigten Fettsäuren maßgeblich beeinflusst. So wirkt das Olivenöl mit seinem Gehalt von bis zu 85% ungesättigten Fettsäuren beim Verzehr dem “schlechten” LDL-Cholesterin entgegen. Das “gute” HDL-Cholesterin überwiegt parallel und senkt somit die besagten Erkrankungsrisiken. Proportional steigen die Werte natürlich mit dem Steigern der Aufnahmeregelmäßigkeit und -intensität.

Unnützes Wissen: die Griechen rangieren laut Studien gleichzeitig auf den ersten Plätzen der Top 10 der “fettleibigsten Europäer” und auf den ersten Plätzen der Top 10 der “ältesten Europäer“. Obendrauf rauchen und trinken sie auch noch überdurchschnittlich viel. Sie haben also ein gesundes Herz mit Übergewicht. Wenn das nicht echt paradox ist.

Olivenöl in der Kosmetik: die Geschichte

Oliven und vor allem Olivenöl sind die ältesten landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Menschheitsgeschichte. Die inhaltliche Verwurzelung der Olivenbäume und des Olivenöls, welches aus dem griechischen übersetzt auch “grünes Gold des Mittelmeeres” heißt, reicht weit bis in die Antike und entspringt einem vielerorts gemeinsam geglaubten Mythos. Dem Mythos des Wettstreites zwischen Athene, der Göttin der Weisheit und Poseidon, dem Gott des Meeres.

Der Rahmen des Wettstreites war schnell gefasst: wer den Einwohnern Athens - der damals modernsten und einflussreichsten Stadt der Welt - das sinnvollere Geschenk macht, würde Schutzgott und Namenspatron werden. Wem wir das Olivenöl in Kosmetik oder im Salat zu verdanken haben und wer schlussendlich das Rennen gemacht hat, ist mit Athens Namen ist nun schon dezent verraten: - richtig Athene. Sie schenkte den Einwohnern Athens den ersten Olivenbaum. Mit ihm hatten sie Oliven, Olivenöl und Feuerholz und waren rundum versorgt. Und das für lange Zeit.

Olivenöl - Mythos und Heiligtum

Dem dort geborenen Mythos folgend, wurde Olivenöl schon damals zu allen erdenklichen Anlässen verwendet und die Olive zu einem heiligen Symbol. So wurde die reine Haut der griechischen Könige nach Bädern ausschließlich mit Olivenöl gesalbt oder die Ernährung von Athleten vor den Olympischen Spielen auf spezielle Olivenöldiäten angepasst, um ihre Körper von innen und außen zu reinigen. Die erste Verwendung von Olivenöl als Kosmetik fasste Fuß.

Wer nun kein Olympionike oder zufällig König war, es sich aber dennoch leisten konnte, genehmigte sich während ausgiebiger Ausflüge in die Weiten der griechischen Badekultur die ersten Erfahrungen mit zu kosmetischen Zwecken verwendetem Olivenöl. Denn damals schon wurde in Badetempeln Olivenöl mit natürlichen Duftstoffen angereichert und ins Wasser gegeben, außerdem wurde es einmassiert oder zum Dampfen gebracht. Alles um den Körper und den Geist mit dem inhaltsstofflichen Reichtum der Oliven zu verwöhnen und zu heilen.

Unnützes Wissen: Selbst das erste “Peeling” der Welt wurde in dieser Zeit und an diesem Ort erfunden. Es war die erste Olivenöl-Kosmetik. Damals rührten findige Finger aus Öl und feinem Sand das erste Peeling zusammen. Dafür versetzte man das Öl-Sand-Gemisch noch mit feinen ätherischen Ölen und Kräutern und trug dann alles großzügig auf die Haut auf. Und erzielte eben dadurch eine grundlegend reinigende Wirkung. Es war die Geburtsstunde der Verwendung von Olivenöl in der Hautpflege und Körperpflege.

Funktioniert das Allheilmittel Olivenöl in der Körperpflege?

Und wie! Ein hochwertiges Olivenöl der Qualität nativ extra/extra vergine ist grundsätzlich reich an Polyphenolen, Antioxidantien, Omega-Fettsäuren und Vitaminen und eignet sich daher hervorragend zur Verwendung in der Naturkosmetik. Zum Beispiel in einer natürlichen Gesichtscreme oder anderen natürlichen Produkten der Körperpflege.

Doch das war nicht immer so. Lange Zeit fand man Olivenöl nicht in Kosmetik. Denn Olivenöl galt als keine besonders gefragte Ressource in der kommerziellen Kosmetik-Industrie. Es hielt keinen Preisvergleichen zu anderen Ölen stand, ließ sich komplizierter verarbeiten und brachte die Eigenheit mit sich bei falscher oder zu langer Lagerung ranzig zu werden. Zu viele Faktoren sprachen gegen Olivenöl. Doch genau das ändert sich zunehmend. Kleine Manufakturen, mittelständische Marken oder auch große Konzerne entdecken das, über Jahrtausende hinweg als Heilmittel genutzte, Olivenöl wieder für sich. Und das liegt nach wie vor an dem inhaltsstofflichen Potenzial, welches Olivenöl in Kosmetik entfaltet. Konkret - Olivenöl:

  • reinigt die Haut
  • nährt die Haut
  • desinfiziert die Haut
  • stimuliert die Zellerneuerung der Haut
  • schützt und heilt Hautpartien
  • strafft die Haut, trocknet sie aber nicht aus
  • regeneriert den natürlichen Fettmantel der Haut
  • erzeugt keine Feuchtigkeitsabhängigkeit der Haut
  • beugt Falten vor

Unsere heutige Haut ist so vielen schädlichen (Umwelt-) Einflüssen ausgesetzt wie noch nie - Stress, Hektik, verunreinigte Luft und Wasser, falsche Ernährung oder zu wenig Sonneneinstrahlung sind dabei nur einige wenige zu nennende Problematiken. Problematiken die unserem vielseitigsten und multifunktionellsten Organ schwer zusetzen. Umso wichtiger ist eine entsprechende Pflege! Und die Verwendung von Olivenöl in der Kosmetik.

Anwendung von purem Olivenöl in der Haut- und Körperpflege

Die Verwendung von Olivenöl abseits der Küche mag anfangs ungewohnt sein, jedoch akklimatisiert man sich überraschend schnell. Allein schon durch ausbleibende Fragen wie “Welche Creme schmiere ich wie doll wohin?”. Die Anwendung von Olivenöl ist nach Belieben selbst zu dosieren, zu takten und zu gestalten. Kinderleicht also. Und mit einem gewaltigen Effekt. Der Auftrag von purem Olivenöl hilft in der Heilung trockener Hautstellen, im Bessern einer generellen Tendenz zur trockenen Haut oder in der Behandlung von trockenem oder sprödem Haar. Genau so hilft es bei rauen Händen (Kälte) und oder erzielt Wirkung gegen Falten und arbeitet damit wie eine herkömmliche Gesichtscreme.

Doch man muss nicht erst auf die Probleme warten: die Verwendung von purem Olivenöl oder Olivenöl in Kosmetik schützt auch reine und gesunde Haut, stimuliert die natürliche Zellerneuerung und konserviert die Feuchtigkeit. Olivenöl eignet sich für einfach alles. Auch nach wie vor in der Küche.

Muss das verwendete Olivenöl nativ extra sein?

Natives Olivenöl extra (auch bekannt als “extra vergine”) entspricht gemäß der Klassifizierung der Europäischen Union der höchsten Güteklasse von Olivenölen. Die Erzeugung eines solchen Öls beginnt mit der Pflege des Bodens und der Olivenbäume selbst. Um dieser ersten Güteklasse zu entsprechen und sein Öl damit nativ extra oder extra vergine bezeichnen zu dürfen, muss man als Produzent seine gesamte Arbeit dem Erhalt und dem Schutz des inhaltsstofflichen Reichtums der Olive unterordnen. Und dieses Reichtum besteht im Gegensatz zu anderen Ölen nicht nur aus einem Vitamin, sondern aus einer Vielzahl von Polyphenolen, Antioxidantien, Omega-Fettsäuren und mehreren Vitaminen. Deshalb eignet sich Olivenöl für Kosmetik.

Da konventionelle Kosmetik oftmals auf Erdöl basierende Fette, synthetische Zusatzstoffe, tierische Fette, Alkohole wie Glycerin und Tenside enthält, empfiehlt sich generell auf natürliche Kosmetika umzusteigen. Wenn aber schon konventionelle und Olivenöl-haltige Kosmetika gekauft werden oder wurden, empfiehlt sich besonders auf die Güteklasse des Olivenöls zu achten. Denn wie eingehend beschrieben entfaltet ein Olivenöl nur dann seine Wirkung, wenn es entsprechend erzeugt wurde.

Hinweis: Zwar erfüllen konventionelle Kosmetika ihren Zweck, nämlich die Haut zu reinigen und einen angenehmen Duft zu hinterlassen, doch treiben sie die Haut und auch die Haare damit oftmals in eine Abhängigkeit. Und die Abhängigkeit von Feuchtigkeit und Fett verschlechtert nahezu immer den ursprünglichen Zustand der Haut. Oder der Haare.