OEL wird über einen Teller mit Grünkohl, Schwarzwurzel und Kürbis gegossen.

Ist kalt­ge­press­tes Oli­ven­öl gut zum Kochen?

Pünkt­lich zu Beginn des neu­en Jah­res haben sich vie­le von uns mal wie­der vor­ge­nom­men, abzu­neh­men oder gesün­der zu essen. Ein lecke­rer grie­chi­scher Salat mit einem Dres­sing mit Oli­ven­öl extra ver­gi­ne ist da defi­ni­tiv eine gute Wahl. Aber wuss­test du, dass du auch für vie­le Gerich­te zum Bra­ten Oli­ven­öl statt her­kömm­li­chem Bra­ten­öl ver­wen­den kannst? Denn Oli­ven­öl zum Kochen ist nicht nur lecker, son­dern auch unglaub­lich gesund. 

Wir ver­ra­ten dir hier, auf was du bei der Ver­wen­dung von nati­vem Oli­ven­öl zum Bra­ten ach­ten soll­test. Außer­dem bekommst du von uns auch noch zwei super-lecke­re Rezepte. 


Kalt­ge­presst VS. Kaltextrahiert

Oli­ven­öl ist nicht gleich Oli­ven­öl! Wenn du das bes­te Oli­ven­öl ver­wen­den willst, musst du dar­auf ach­ten, dass du kalt­ger­pess­tes bzw. kalt­ex­tra­hier­tes Oli­ven­öl kaufst. 

Der Begriff KALT­GE­PRESST bezieht sich auf die ursprüng­li­che, tra­di­tio­nel­le Art und Wei­se der Oli­ven­öl­her­stel­lung. Dafür wur­den ein Mahlstein und eine Mat­ten­pres­se ver­wen­det. Die Oli­ven wur­den mit dem Gra­nit­mahlstein zer­drückt. Anschlie­ßend wur­de das Frucht­fleisch auf die Mat­ten gelegt und dann mit einem Hydrau­lik­sys­tem so gepresst, dass das Öl durch­si­cker­te. Bei der Kalt­pres­sung in den Ölmüh­len kommt das Öl jedoch sehr lan­ge in Kon­takt mit Sauer­stoff, was die Qua­li­tät beeinflusst. 

Die KALT­EX­TRAK­TI­ON dage­gen ist eine moder­ne­re Metho­de. Die Oli­ven wer­den hier­bei mit Ham­mer­müh­len zer­klei­nert und das Frucht­fleisch wird mala­xiert – das Mala­xie­ren ist der ers­te Schritt, bei dem die Ölab­schei­dung erfolgt. Das Frucht­fleisch wird gekne­tet und das Oli­ven­öl beginnt sich aus den ande­ren fes­ten Bestand­tei­len der Oli­ven her­aus­zu­lö­sen. Der gekne­te­te Brei wird dann in eine Zen­tri­fu­ge gege­ben, um das Öl aus dem Brei zu extra­hie­ren, und die Oli­ven­öl- und Was­ser­par­ti­kel wer­den schließ­lich vom Rest der fes­ten Mas­se getrennt. Wäh­rend die­ser Pro­zes­se ist es wich­tig, dass der Brei bei „kal­ten“ Tem­pe­ra­tu­ren unter 30 Grad gehal­ten wird. 

Fazit: Kalt­ge­press­tes Oli­ven­öl ist durch­aus gut, aber kalt­ex­tra­hier­tes Oli­ven­öl ist noch besser. 😉


Nati­ves Oli­ven­öl: Gesund­heit­li­che Vorteile

Aus der medi­ter­ra­nen Küche ist Oli­ven­öl nicht weg­zu­den­ken. Aber schon lan­ge gehört es auch in deut­schen Küchen zur Grund­aus­stat­tung. Wer regel­mä­ßig kalt­ge­press­tes bzw. kalt­ex­tra­hier­tes Oli­ven­öl zum Kochen ver­wen­det, tut damit sei­ner Gesund­heit etwas Gutes. Denn die­ses gilt nicht ohne Grund als das gesün­des­te Öl der Welt.

Hoch­wer­ti­ges Oli­ven­öl wie unser Koron­ei­ki Oli­ven­öl aus Grie­chen­land hat einen beson­ders hohen Anteil ein­fach unge­sät­tig­ter Fett­säu­ren (über 70 Pro­zent). Zu die­sen Fett­säu­ren zählt auch die Ölsäu­re, der zahl­rei­che posi­ti­ve Eigen­schaf­ten zuge­schrie­ben werden.

Dem­nach stärkt Oli­ven­öl die Herz­ge­sund­heit und ver­bes­sert den Blut­fluss in den Gefä­ßen, wodurch der Blut­druck gesenkt wird. Dadurch schützt das Oli­ven­öl die Gefä­ße lang­fris­tig vor Ver­kal­kung und senkt das Risi­ko für Herzerkrankungen.

Außer­dem hat Oli­ven­öl extra ver­gi­ne einen guten Ein­fluss auf den Blut­zu­cker­spie­gel. Das ent­hal­te­ne Poly­phe­nol hilft, einer Insu­lin­re­sis­tenz vor­zu­beu­gen. Zudem gibt es Hin­wei­se dar­auf, dass der Ver­zehr von Oli­ven und Oli­ven­öl Osteo­po­ro­se vor­beu­gen könnte.

Und auf­grund des hohen Anteils an Anti­oxi­dan­ti­en und der Ölsäu­re kann Oli­ven­öl auch Ent­zün­dun­gen maß­geb­lich reduzieren. 


Kochen mit Olivenöl

Die meis­ten ver­fei­nern mit einem guten, natur­be­las­se­nen Oli­ven­öl Sala­te. Auch Dips, Sup­pen, Gemü­se und sogar Kar­tof­fel­brei las­sen sich super damit abschmecken. 

Ent­ge­gen häu­fi­ger Annah­men ist nati­ves Oli­ven­öl aber auch zum Bra­ten durch­aus geeig­net. Denn du kannst es dank der gerin­gen Trans-Fett­säu­ren­bil­dung und der sta­bi­len Fett­säu­ren­mus­ter pro­blem­los bis auf ca. 180 °C erhitzen. 

Und auch zum Schmo­ren ist kalt­ex­tra­hier­tes Oli­ven­öl emp­feh­lens­wert. Gib dabei nur wenig Öl in die Pfan­ne. Das Brat­gut soll­te auf kei­nen Fall im Öl schwim­men. Die brau­ne Krus­te, die sich dann in der Pfan­ne bil­det, ergibt dank ihrer Röst­stof­fe spä­ter eine lecke­re Soße. 

Nati­ves Oli­ven­öl ist also wirk­lich viel­sei­tig ein­setz­bar in der Küche. Du kannst damit:

  • Salat­dres­sings mixen, z. B. ein grie­chi­scher Salat
  • Dips mischen
  • Sup­pen und Kar­tof­fel­brei verfeinern
  • düns­ten
  • schmo­ren
  • scho­nend Braten
  • und sogar frittieren


Extra ver­gi­ne Oli­ven­öl zum Kochen hat dabei meh­re­re Vor­tei­le gegen­über ande­ren Speiseölen:

  1. Es ist län­ger haltbar
  2. Beim Erhit­zen erfährt es die wenigs­ten Ver­än­de­run­gen. Wenn pflanz­li­che Öle in Kon­takt mit Sauer­stoff, Licht, Wär­me oder auch Metal­len kom­men, oxi­die­ren die ent­hal­te­nen Fett­säu­ren. Das heißt, sie zer­set­zen sich. Wenn du Öl erhitzt, pas­siert das sogar noch schnel­ler. Je höher der Anteil der unge­sät­tig­ten Fett­säu­ren ist, des­to insta­bi­ler sind sie und zer­set­zen sich schnel­ler.
    Nati­ves Oli­ven­öl dage­gen ist dank sei­nes hohen Gehalts an unge­sät­tig­ten Fett­säu­ren rela­tiv sta­bil. Zusätz­lich ent­hält es vie­le natür­li­che Fett­be­gleit­stof­fe, wie zum Bei­spiel Toko­phe­ro­le. Die­se Vital­stof­fe schüt­zen das Oli­ven­öl extra ver­gi­ne zusätz­lich vor den zer­set­zen­den Oxidationsprozessen. 

Nati­ves Oli­ven­öl zum Kochen: Tipps und Tricks

  • Oli­ven­öl zum Bra­ten immer nur ein­mal ver­wen­den, da es sich durch mehr­ma­li­ges Erhit­zen zersetzt. 
  • Erhit­ze das Oli­ven­öl extra ver­gi­ne auf kei­nen Fall in einer geschlos­se­nen Pfan­ne, da es sich dadurch ent­zün­den könnte.
  • Ver­mei­de den Rauch­punkt. Bei nati­vem Oli­ven­öl liegt die­ser bei ca. 190 °C. Ab die­ser Tem­pe­ra­tur zer­setzt sich das Öl. Dies führt nicht nur zu rei­zen­den Dämp­fen, son­dern auch dazu, dass dein Essen einen bit­te­ren Geschmack bekommt.
  • Gib das Oli­ven­öl zudem erst in die Pfan­ne, wenn sie heiß ist.
  • Außer­dem soll­test du wäh­rend des Bra­tens kein kal­tes Öl hin­zu­gie­ßen. Denn das unter­bricht den Brat­vor­gang und das Fleisch ver­liert dann an Saft. 
  • Sprit­zer ver­mei­dest du, wenn du dein Brat­gut gut mit Küchen­pa­pier abtupfst, bevor du es in die Pfan­ne gibst.
  • Auch soll­test du ver­mei­den, Tief­kühl­kost in hei­ßes Oli­ven­öl zu geben. Die­ses wür­de sich nur mit dem Öl voll­sau­gen, die Tem­pe­ra­tur absen­ken und es wür­de stark spritzen. 
  • Bei Oli­ven­öl musst du auf die rich­ti­ge Tem­pe­ra­tur ach­ten: Gemü­se, zar­tes Fleisch, Fisch und Kar­tof­feln soll­ten nur bei mäßi­ger Hit­ze gebra­ten wer­den. Das Öl hat dann die rich­ti­ge Tem­pe­ra­tur, wenn du ein Stück Brot hin­ein­hältst und klei­ne Bläs­chen sprudeln. 
  • Steaks und ande­re Fleisch­stü­cke soll­test du zunächst scharf anbra­ten, damit sie nicht aus­trock­nen. Träuf­le einen Trop­fen Öl ins Was­ser. Wenn du ein tro­cke­nes Pras­seln hörst, hat das Öl die gewünsch­te Tem­pe­ra­tur von etwa 180 °C.


Rezept: Ros­ma­rin Balsamico-Schweinefilet

Für 6 Personen

Zuta­ten:

  • 1 kg Schweinefilet
  • 8 EL Weiß­wein, trocken
  • 4 EL Bal­sa­mi­co, dunkler
  • 4 EL Oli­ven­öl zum Kochen
  • 1 Zweig Rosmarin
  • Pfef­fer und Salz

Zube­rei­tung:

Das Fleisch mit Pfef­fer und Salz wür­zen. Die Hälf­te des Weiß­weins mit dem Bal­sa­mi­co mischen. Schwei­ne­fi­let in Oli­ven­öl anbra­ten, anschlie­ßend 10 min. bei nied­ri­ge­rer Hit­ze sanft wei­ter garen. Ros­ma­rin­na­deln dar­über streu­en. Stück für Stück mit dem Wein-Essig-Gemisch angie­ßen. Nach 10 Minu­ten das Fleisch Alu­fo­lie (alter­na­tiv Per­ga­ment­pa­pier oder Back­pa­pier ver­wen­den) ein­wi­ckeln und ruhen lassen. 

Den rest­li­chen Wein mit den Rück­stän­den in der Pfan­ne mischen. Das Filet in Schei­ben schnei­den und mit der Soße beträufeln.


Du suchst nach einem guten Oli­ven­öl zum Kochen, Bra­ten oder Ver­fei­nern dei­ner Spei­sen? Dann schau doch mal in unse­rem Shop. Dort fin­dest du unser ein­ma­lig lecke­res Koron­ei­ki Oli­ven­öl aus Grie­chen­land in ver­schie­dens­ten Größen. 


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2 Kommentare zu “Ist kalt­ge­press­tes Oli­ven­öl gut zum Kochen?

  1. Sylvia Hänel Hallo liebes OEL Berlin-Team, werden bei der Ernte für eure Olivenöle Vögel getötet? Hab da leider nichts auf eurer Seite gefunden. Mit internetten Grüßen Sylvia

    27. März 2022 um 13:37

    1. meike Selbstverständlich kommt bei unserer Ernte kein Vogel zu Schaden! Wir ernten per Hand und das tagsüber, wie eigentlich alle Bauern in Griechenland. Jede Ernte wird von uns höchstpersönlich unter täglichem körperlichem Einsatz begleitet. Wir haben den Anspruch, unsere Oliven so schonend wie möglich zu ernten. (Das einzige, was wir nicht ausschließen können, ist dass ein paar kleine Insekten mit den Oliven in der Waschstraße der Ölmühle landen.) Hier finden Sie ausführliche Infos über die Ernte unserer Haine. https://oel-berlin.de/unser-oel-olivenernte/

      28. März 2022 um 17:02

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