Olivenöl: Gesundheit aus dem Kanister.

Ein hochqualitatives Olivenöl ist immer ein Garant für einen unvergleichlichen Reichtum an Inhaltsstoffen. Und eben diese können mitunter gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit eines Menschen haben. Zu diesen Inhaltsstoffen zählen:

Licht- und Schattenbild von Olivenzweigen.
  • Antioxidantien — entzündungshemmende Stoffe der Öle, z.B. die Oleinsäure oder das Oleuropein
  • Phenole — sekundäre Pflanzenverbindungen, die nicht nur die Abwehrkräfte eines Olivenbaums stärken, sondern auch die des Menschen, z.B. das Hydroxytyrosol und das Oleocanthal
  • Polyphenole — Sammelbegriff für die verschiedenen sekundären Pflanzenverbindungen, die die Themen Olivenöl und Gesundheit maßgeblich miteinander verknüpfen
  • Phytosterole/auch Phytosterine genannt — sind in der Olive, wie auch in jeder anderen Pflanze, enthaltene Stoffe die auf das Gleichgewicht des Cholesterinspiegels eines Menschen wirken, wie z.B. das β-Sitosterin
  • Fettsäuren — wie die Omega-3- und 9-Fettsäuren (sog. “Ölsäure”) sind enthaltene Fette (Fettsäureketten) der Öle, die u.a. das Herz-Kreislaufsystem unterstützen
  • und Vitamine — wie z.B. die Vitamine A und E 

Doch wie genau arbeiten diese Inhaltsstoffe zusammen, was genau können sie bewirken und erklären sie die Korrelation zwischen Ernährung, Olivenöl, Gesundheit und hoher Lebenserwartung, und bewahrheiten sie somit den Ruf des Olivenöls ein “Allheilmittel” zu sein?

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Hochwertige Pflanzenöle, wie z.B. unser OEL, enthalten Antioxidantien wie die Oleinsäure. Sie senkt das LDL Cholesterin und beeinflusst das sehr sensible Verhältnis von LDL-Cholesterin, dem sogenannten schlechten Cholesterin und HDL- Cholesterin, dem sogenannten guten Cholesterin. Das Verhältnis der beiden Cholesterine wird durch die Aufnahme von gesättigten, meist tierischen, Fettsäuren (LDL) und ungesättigten, meist pflanzlichen, Fettsäuren (HDL) maßgeblich geprägt. Die Oleinsäuren wirken unmittelbar dem Risiko von Herzinfarkten und Bluthochdruck entgegen und stützen den gesamten Kreislauf. Die Formel für Cholesterin-Geplagte lautet also: weniger Fleisch -> mehr Olivenöl -> bessere Gesundheit. 

Das Antioxidans Oleuropein spielt der Oleinsäure noch zusätzlich in die Karten, indem es die Arterien erweitert, einer entsprechenden Verkalkung dieser vorbeugt und somit z.B. Schlaganfälle verhindern kann. Die Hauptwirkung des Oleuropeins ist jedoch das frühe Unterbinden der Entstehung von krebserregenden, freien Radikalen. So robust diese Antioxidantien nun auch scheinen, muss man dazu sagen, dass sie beim Kochen leider verloren gehen. Aber gute Nachrichten für Pommes-Liebhaber: beim Frittieren bleiben sie erhalten. Doch bevor man nun die gesamte Küche frittiert, empfehlen wir einfach einen regelmäßigenVerzehr von purem Öl.

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Das Hydroxytyrosol

Das Hydroxytyrosol ist aufgrund der Vielzahl der Prozesse, in denen es eine antioxidative Wirkung ausübt, das am meisten untersuchte Phenol aller Polyphenole. Im Ursprung sind Polyphenole pflanzliche Abwehrwirkstoffe. Die Polyphenole der Oliven wirken jedoch im menschlichen Organismus auf nahezu die selbe Art und Weise. Ergo fördern die Inhaltsstoffe des Olivenöls die Gesundheit des Menschen und der Pflanze selbst. Die Polyphenole wirken zusammenfassend antibakteriell, -viral, -mykotisch (gegen Pilze) und antiparasitär sowie entzündungshemmend und immunstärkend. Hydroxytyrosol verbessert zusätzlich den Blutfluss, arbeitet damit Thrombosen entgegen und schützt die Neuronen im Gehirn. Somit verantwortet es eine höhere Reaktivität der Gehirnzellen. Also fördert Olivenöl auch psychische Gesundheit.

Nach dieser Aufzählung von beinahe unglaublichen Eigenschaften das Level zu halten ist schwierig bis unmöglich. Also probieren wir es an dieser Stelle gar nicht erst, sondern gehen der Vollständigkeit halber noch knapp auf die enthaltenen Fettsäuren und das Vitamin E ein, welche Olivenöl und Gesundheit in Verbindung bringen. Denn während die Omega-3- und 9-Fettsäuren, die allgemein als Ölsäure bekannt sind, das Herz-Kreislaufsystem schützen und austarierend auf den Cholesterinspiegel wirken, schützt das Vitamin-E (Tocopherole und Tocotrienole) das Olivenöl selbst und damit auch alle vorangegangenen Inhaltsstoffe. Ein hoher Vitamin-E-Gehalt und das Vorhandensein von Omega-9-Fettsäuren, der sog. “Ölsäure”, ist somit entscheidend, um Aussagen über die Qualität eines Öls und dessen Aussicht auf Wirkung treffen zu können.

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Das aus der Esskultur und damit der gängigen Ernährung der Griechen nicht weg zu denkende Olivenöl hat seinen Stellenwert, abgesehen von den nun ausführlich beschriebenen Inhaltsstoffen und dem Zusammenhang von Olivenöl und Gesundheit, vor allem durch seine permanente Verfügbarkeit errungen. Seit jeher wurde sich in Griechenland zu Krisenzeiten auf das besonnen, was man ausreichend zur Verfügung hatte. Und das waren zufälligerweise gesunde Dinge wie Fisch, Oliven und Olivenöl. Aus dieser pragmatischen Notwendigkeit wurde eine kulinarische Tradition, die laut aktueller Vergleichsstudien in einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 20l im Jahr gipfelt. Zum Vergleich: in Deutschland beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch verhaltene 0,5l im Jahr. 

Und genau an dieser Stelle sind die im Öl bis zu 85% enthaltenen, ungesättigten Fettsäuren zu unterstreichen. Denn trotz ihres immensen Konsums von Oliven und Olivenöl und damit Fetten, gelten die Griechen wie auch andere Bewohner des Mittelmeerraumes im europäischen Vergleich als überdurchschnittlich gesund. Für Diabetiker und Menschen mit Übergewicht könnte also noch mehr als für andere gelten: Olivenöl sorgt für Gesundheit. So zeigen statistische Erhebungen in Studien, dass die mediterrane und damit öl-lastige Ernährung geringere Cholesterinwerte bedingt und das Risiko für Bluthochdruck und Herzerkrankungen senkt. Und das sogar im Falle von Übergewicht und damit zusammenhängenden Erkrankungen wie Diabetes. Die häufige Verwendung von Olivenöl in der Küche von Diabetikern unterstützt den Stoffwechsel, mindert das Übergewicht und bildet somit eine optimale Ernährungsgrundlage. 

Fett ist nicht gleich Fett. Die Schlüsselrolle der ungesättigten Fettsäuren. 

Doch wie genau passen der hohe Verzehr von Fetten und der deutliche bessere Gesundheitszustand der Griechen zusammen? Die Erklärung ist wieder einmal: Olivenöl fördert die Gesundheit. Alles hängt mit dem eingangs beschriebenen Verhältnis von LDL-Cholesterin, dem “schlechten” Cholesterin, und HDL-Cholesterin, dem “guten” Cholesterin im Cholesterinspiegel zusammen. Das Verhältnis der beiden Cholesterine im Spiegel wird durch die Aufnahme von gesättigten Fettsäuren und den ungesättigten Fettsäuren maßgeblich beeinflusst. So wirkt das Olivenöl mit seinem Gehalt von bis zu 85% ungesättigten Fettsäuren beim Verzehr dem “schlechten” LDL-Cholesterin entgegen. Das “gute” HDL-Cholesterin überwiegt parallel und senkt somit die besagten Erkrankungsrisiken. Dessen Werte steigen natürlich proportional mit der Aufnahmeregelmäßigkeit und -intensität.

Unnützes Wissen: die Griechen rangieren laut Studien gleichzeitig auf den ersten Plätzen der Top 10 der “fettleibigsten Europäer” und auf den ersten Plätzen der Top 10 der “ältesten Europäer“. Obendrauf rauchen und trinken sie auch noch überdurchschnittlich viel. Sie haben also ein gesundes Herz mit Übergewicht. Wenn das nicht echt paradox ist.