Nach­hal­tig­keit

Eine Res­sour­ce ist per Defi­ni­ti­on „ein natür­li­cher vor­han­de­ner Bestand von etwas, der benö­tigt wird, um Zie­le zu ver­fol­gen, Anfor­de­run­gen zu bewäl­ti­gen, spe­zi­fi­sche Hand­lun­gen zu täti­gen oder einen Vor­gang ziel­ge­recht ablau­fen zu las­sen“. In unse­rer klei­nen Welt ist die­se Res­sour­ce die Natur selbst — genau­er noch die Flo­ra und Fau­na Grie­chen­lands. Wir, als land­wirt­schaft­li­ches Unter­neh­men, grei­fen auf die­se Res­sour­ce zurück und hän­gen voll­stän­dig von ihr ab. Dem­entspre­chend liegt uns viel an einem ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Umgang mit unse­ren Oli­ven­bäu­men. Sie sind die Grund­la­ge unse­res Schaf­fens. 

Seit sechs Jah­ren erwei­tern wir nun­mehr eben die­ses Schaf­fen durch den Aus­bau unse­rer Pro­dukt­fa­mi­lie und unse­res Netz­wer­kes. Des­halb ist uns wich­tig, dass wir unse­ren Hori­zont im glei­chen Maße erwei­tern. Es reicht nicht, sich auf den ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit unse­ren Oli­ven­bäu­men – als maß­geb­li­che Res­sour­ce – zu beschrän­ken. Wir betrei­ben natio­na­len und inter­na­tio­na­len Han­del, wir ver­brau­chen Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­al, las­sen ton­nen­wei­se Weiß­ble­che ‚schmie­den’ und Glä­ser zusam­men­schmel­zen – kurz­um wir ste­hen in einer weit­aus grö­ße­ren glo­ba­len Ver­ant­wor­tung und wol­len die­ser ent­spre­chend gerecht wer­den. 

Wir haben uns ent­schie­den, hier ein State­ment zu unse­rem Umgang mit der Umwelt und den bean­spruch­ten Res­sour­cen abzu­ge­ben. Qua­si eine Art trans­pa­ren­tes Glos­sar: 

Für die Erzeu­gung unse­res OELs ver­wen­den wir Strom, der aus erneu­er­ba­ren Ener­gien gewon­nen wird. Und zwar von uns selbst gewon­nen wird. Zusam­men mit unse­rem Pro­duk­ti­ons­part­ner Ili­as Stav­ro­pou­los erzeu­gen wir Solar­ener­gie aus einer eige­nen Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge in der Gemein­de Anda­nia, Ichalia, Mes­se­ni­en, Grie­chen­land. Den Strom­be­darf der Betriebs­stät­te in Ber­lin decken wir über die Zusam­men­ar­beit mit der Licht­blick SE ab — seit 2018 erhel­len wir unse­re Büro­räu­me und Lager aus­schließ­lich mit Öko­strom aus erneu­er­ba­ren Ener­gien. 

Zurück nach Grie­chen­land: das Was­ser, wel­ches wir dem Oli­ven­brei wäh­rend der Ver­ar­bei­tung zufüh­ren, wird nach der Extrak­ti­on unse­res OELs auf­ge­fan­gen und bei Bedarf in die umlie­gen­den Oli­ven­hai­ne gelei­tet und somit zur Wäs­se­rung unse­rer Oli­ven­bäu­me genutzt. Das ist beson­ders in den Som­mer­mo­na­ten not­wen­dig, wenn die Nie­der­schlä­ge zu lan­ge aus­blei­ben. 

Unse­re klei­nen schwar­zen Kanis­ter wer­den immer wie­der gefragt, war­um sie denn eigent­lich aus Weiß­blech sind und ob sie nicht lie­ber Glä­ser wären… Ein kur­zer Rück­blick: Die Wahl des Kanis­ters begann mit der Ent­wick­lung der Iden­ti­tät der Mar­ke OEL und wur­de erfreu­li­cher­wei­se wenig spä­ter durch wis­sen­schaft­li­che Fak­ten gestützt und bestärkt. 

Unse­re Kanis­ter ent­stam­men dem, wort­wört­lich, unend­li­chen Recy­cling­kreis­lauf und fin­den bei strik­ter Müll­tren­nung ihren Weg auch dort­hin wie­der zurück. Weiß­blech zu recy­clen ist umwelt­scho­nend und nach­hal­tig – ganz ein­fach weil ein phy­si­ka­li­sches Phä­no­men den Unter­schied macht: der Magne­tis­mus. Die Recy­cling­an­la­gen zie­hen, ohne auf­wän­dig betrie­be­ne För­der­bän­der, das magne­ti­sche Weiß­blech mit über­di­men­sio­na­len Magne­ten aus der Mas­se her­aus. Anschlie­ßend wer­den exakt 95,31% des “Qua­li­täts­schrot­tes” zu einem neu­en Kanis­ter oder sogar einem Wind­rad ver­ar­bei­tet. Wenn der Schrott zu ers­te­rem wird, befül­len wir ihn mit bio­zer­ti­fi­zier­tem, natur­be­las­se­nem, sor­ten­rei­nem, nati­vem Koron­ei­ki-Oli­ven­öl extra und brin­gen ihn in Ihre Hän­de! Und das mit­tels effi­zi­en­te­rem Trans­port: denn Weiß­blech wiegt sehr wenig, wodurch die CO2-Emis­sio­nen stark redu­ziert wer­den. 

Bevor unser OEL in Ihren Hän­den lan­det, muss es die eine oder ande­re geo­gra­fi­sche Distanz über­win­den. Wäh­rend wir mit unse­rem Part­ner Dach­ser SE dafür Sor­ge tra­gen, dass unnö­ti­ge Trans­port­we­ge ver­mie­den wer­den und Stre­cken opti­mal aus­ge­nutzt wer­den, erar­bei­ten wir gemein­sam mit Schu­ma­cher Pack­a­ging geeig­ne­te Kar­to­na­gen für eben die­se Wege. 

Die Kar­to­na­gen von Schu­ma­cher Pack­a­ging set­zen wir sowohl für die Ver­s­an­d­ach­se Grie­chen­land — Deutsch­land, als auch für die unzäh­li­gen Ver­s­an­d­ach­sen unse­res Online­shops ein. Gemäß unse­res Wun­sches wer­den die Kar­to­na­gen zu 100% aus recy­cel­tem Alt­pa­pier gefer­tigt. 

Glas for­dert in der Pro­duk­ti­on einen nicht uner­heb­li­chen Ener­gie­auf­wand. Unter ande­rem des­we­gen haben wir uns — wie im Kapi­tel Weiß­blech näher aus­ge­führt — für alter­na­ti­ve Mate­ria­li­en ent­schie­den. Den­noch haben wir eini­ge Pro­duk­te unse­rer Fami­lie in Glas ver­packt — z.B. unse­re OELI­VEN, unse­re OEL­PAS­TE und OEL Zoe. 

Alles rund um das The­ma Glas legen wir ruhi­gen Gewis­sens in die Hän­de unse­rer Part­ner Bruni Glass und Miron Vio­let­glass. Wir ach­ten bei den Pro­duk­ti­ons­pla­nun­gen dar­auf die größt­mög­li­chen Men­gen abzu­neh­men, so dass der Ener­gie­auf­wand in einem maxi­ma­len Nut­zen mün­det. Um nach dem Ver­brauch wei­ter­hin Sor­ge für das ent­sorg­te Glas zu tra­gen, ist OEL akti­ves Mit­glied im Dua­len Sys­tem Deutsch­land — bes­ser bekannt als Der Grü­ne Punkt. Für jedes pro­du­zier­te, ver­kauf­te und von Ihnen ent­sorg­te Glas (oder auch Kanis­ter) zah­len wir Ent­sor­gungs­prä­mi­en und leis­ten so unse­ren Teil im Müll­tren­nungs- und Recy­cling­kreis­lauf Deutsch­lands. 

Die Tat­sa­che, dass wir mitt­ler­wei­le unse­ren kom­plet­ten Online­ver­sand plas­tik­frei abwi­ckeln kön­nen, ist ein gro­ßer Grund zur Freu­de für uns. Wir haben lan­ge Zeit an die­sem Ziel gear­bei­tet und so eini­ge Hür­den neh­men müs­sen – denn Weiß­blech­ka­nis­ter machen zwar einen sta­bi­len Ein­druck, sind aber eigent­lich sehr anfäl­lig für Schä­den. 

Plas­tik, oder eben das Ver­mei­den von Plas­tik, wird uns den­noch wei­ter­hin beschäf­ti­gen. Wir kom­men noch nicht umhin Plas­tik in Pro­duk­ti­ons­pro­zes­sen mit­ein­zu­be­zie­hen. Momen­tan ver­brau­chen wir Plas­tik für die Aus­gie­ßer unse­rer Kanis­ter und vor allem in Form von Folie für Lang­stre­cken­trans­por­te von Palet­ten­sen­dun­gen. Wir arbei­ten aber auch an die­sen Stel­len an Alter­na­ti­ven und das auf Hoch­tou­ren – das sei an die­ser Stel­le aus­drück­lich ver­si­chert. 

Im Zusam­men­hang mit Plas­tik wird unse­re Arbeit von Flus­tix kon­trol­liert und ent­spre­chend zer­ti­fi­ziert.